Frühling – Woche 2

Nach dem stressigen Polizeialltag finden wir uns im idyllischen Windenburg ein. In diesem verschlafenen Nest, wo die Natur noch sie selbst sein darf und die Einwohner dies auch zu schätzen wissen, wohnt unsere kleine Kräuterfee Flora und kann es kaum erwarten, euch von ihrer 2. Woche zu erzählen.

Vielleicht könnt ihr euch noch an die nette Barfrau erinnern namens Zoe, die mich in der Disco aufgemuntert hat und ich ihr mein zerbrechliches Herzchen ausgeschüttet habe. Wir haben uns angefreundet und siehe da, auch sie geht gerne Angeln und wandert ebenso gerne wie ich in der Natur. Wir schwimmen somit auf genau der gleichen Wellenlänge und wenn ich ehrlich bin, könnte ich mir ein Leben ohne meiner Freundin Zoe, schon jetzt nicht mehr vorstellen, denn sie ist einfach ein Goldstück.

Seitdem ich mit ihr befreundet bin, geht es mir auch psychisch besser. Ich bin nicht mehr so oft gereizt und nehme nicht sofort Reiß aus, wenn ein Sim mit mir Kontakt aufnehmen will. Natürlich bin ich noch immer gerne für mich alleine und bin nicht zur Partybiene mutiert, aber ich fühle mich einfach wohler in meiner Haut. Schon allein, weil ich den Zuspruch von Zoe habe, dass die Mobbingattacken in meiner Schulzeit nicht meine Schuld waren – sondern einfach diese dummen Zicken mich als Opfer auserkorene haben. Es tut gut endlich jemanden davon erzählt zu haben und wenn ich ehrlich bin fühle ich mich 10 kg leichter.

Der Briefträger meidet mich leider noch immer. Vielleicht hätte ich ihm zu Beginn nicht gleich ordentlich die Meinung geigen sollen, schließlich konnte er ja nichts dafür – dass ich meine Rechnungen zu zahlen hatte. Er geht nun lieber über die glitschigen Felsen im Bach als mir über den Weg zu laufen oder mich sogar zu grüßen. Aber diesen Fehler werde ich auch bald in Angriff nehmen, schließlich habe ich mich kein Stück besser verhalten als diese Zicken in der Schule. Wie sagt man so schön „das Opfer wird zum Täter“ und ganz ehrlich das möchte ich auf gar keinen Fall werden.

Aus diesem Grund bleibt mir aktuell als Gesprächspartner nur meine Kuhpflanze Henrietta, die in der kurzen Zeit zu einer ansehnlichen Pflanze herangewachsen ist.

Da Zoe die ganze Woche einen ziemlich straffen Schichtplan im Krankenhaus hatte und danach auch noch für ihren Stiefsohn und deren Dad da sein wollte, entschied ich mich einen Ausflug nach Granite Falls zu unternehmen, um dort meine Pflanzensammlung aufzubessern.

Ich traf gleich zu Beginn eine nette Rangerin, die mir Tipps gab wo ich die besten Plätze zum Angeln fand und wo die meisten seltenen Pflanzen zu finden sind. Eine wirklich nette, ältere Dame – und das aus meinem Munde ;).

Ich wanderte also durch diese traumhafte Landschaft und sog die frische Luft begierig in meine Lungen. Wäre es möglich, so würde ich bis an mein Lebensende hier verbringen, denn nirgendwo in der Simwelt war es schöner als hier. Das glasklare Wasser, die wunderschöne Bergformation, die imposanten Wälder und diese Luft, einfach wunderbar.

Es dauerte nicht lange, da kam ich schon an den ersten Angelplatz und ließ es mir natürlich nicht nehmen, meine mitgebrachte Angelrute ins Wasser schnellen zu lassen.

Ich angelte bis zum Sonnenuntergang und so, verbrachte ich meine erste Nacht in meinem erworbenen Zelt am Waldesrand. Denn ehrlich gesagt, fand ich es recht entspannend in der freien Natur zu übernachten und nicht am überfüllten Campingplatz. Davon abgesehen, verlor ich so keine Zeit, wenn ich in den frühen Morgenstunden wieder aufbrechen will.

Denn heute hatte ich mir vorgenommen, die mysteriöse Höhle genauer unter die Lupe zu nehmen. Am Campingplatz, bei meinem Eintreffen gestern, hatten die Urlauber schon davon gesprochen, dass in dieser Höhle, sofern man überhaupt wieder hinausfindet, ein alter Einsiedler lebt. Angeblich handelt es sich um einen Manager, der von heute auf morgen all sein Geld den Armen vermacht, sein Haus aufgegeben und seine Rolex hergeschenkt hat, um hier in völliger Abgeschiedenheit, seinen restlichen Lebensabend zu fristen. Weit weg von dem Lärm der Stadt und der Hektik der heutigen Zeit. Wenn ich ehrlich bin, könnte ich mir auch nichts Schöneres vorstellen und aus diesem Grund nahm ich die Herausforderung an, diese dunkle Höhle zu erkunden und den Geschichten näher auf den Grund zu gehen.

Nach einigen falschen Abzweigungen und einen kurz aufsteigendem Angstanfall später, traf ich wirklich auf der anderen Seite der Höhle, den Einsiedler. Der mich mit seinen zerlumpten Klamotten, aber einem sehr freundlichen Lächeln begrüßte. Es stellte sich heraus, dass er lediglich ein normaler Bürosim war, der dem Alltag entfliehen wollte und sich letztlich in diese wunderschöne Umgebung verliebt hatte und sich daher dazu entschloss, ab sofort in völliger Bescheidenheit zu leben.

Typisch Tratsch eben, ein Fünkchen Wahrheit und der Rest einfach dazu erfunden. Jedenfalls gab er mir tolle Tipps wo ich eine wunderschöne Kulisse zum Angeln hatte,..

..ich war komplett überwältigt und konnte mich kaum losreißen von so viel Schönheit der Natur.

Aus diesem Grund, wurde es auch immer später und später – daher lud er mich, gastfreundlich wie er war, dazu ein bei ihm zu essen und auch die Nacht zu verbringen, natürlich ohne Hintergedanken, er könnte ja schließlich mein Opa sein. Um mich erkenntlich zu erweisen, grillte ich die Fische die ich in dem wunderschönen Gewässer gefangen hatte und verfeinerte sie mit ein paar gefundenen Kräutern.

Der Einsiedler freute sich unheimlich darüber und lobte meine Kochkünste, wir redeten noch eine halbe Ewigkeit, bis ich müde wurde und mein Zelt in seinem Garten aufstellte, um mich aufs Ohr zu legen.

Da ich nun schon genug Pflanzen gesammelt und Fische gefangen hatte, begab ich mich auf die Jagd nach allerlei Insekten. Denn schließlich wollte ich Tränke brauen und laut Rezept, benötige ich hierzu nicht nur allerhand an Kräutern, sondern eben auch diese Krabbeltierchen. Gerade versuche ich mich daran, die Libellen für mich zu gewinnen – was eher schlecht als recht funktioniert.

So bedauerlich es auch ist, mein Simbudget reicht nur für 3 Tage Urlaub in dieser wunderschönen Umgebung und da nun heute schon der 3. Tag war, musste ich mich, langsam aber doch mit dem Gedanken anfreunden, wieder nach Hause zu fahren. Aber vorher ließ ich natürlich noch die Natur auf mich wirken…

… und genoss jeden Atemzug in diesem traumhaften Gefilde.

Wieder daheim angekommen, vertiefte ich mich gleich in die Studie des Kräuterbrauens – schließlich sollten die guten Pflänzchen, bald verarbeitet werden.

Natürlich wurde auch Henrietta von meinem Abenteuer erzählt, schließlich gehört sie zu meinem engsten Freundeskreis – auch wenn sie eher wortkarg war ^^.

Die Woche verging wie im Fluge und nachdem ich erfolgreich mein erstes Kräuterbuch ausgelesen hatte, konnte ich mich sogar an den Herd wagen um die ein oder andere Tinktur oder Salbe herzustellen.

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2 Kommentare zu „Frühling – Woche 2

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