Winter – Woche 1

Was ist euer erster Gedanke wenn ihr dieses Haus seht? Ja genau – da fehlt etwas.

Auch wenn ihr mir nicht glaubt, aber ich bin mir dessen bewusst, ich habe mir das Haus sogar nach genau diesem Kriterium ausgesucht. Denn sein wir uns einmal ehrlich, welche junge Polizistin kann sich von heute auf morgen einfach ein Luxusanwesen leisten? Genau keine, außer man hat einen reichen (Sugar)Daddy der einem das Leben ebnet. Also meiner einer hat weder das eine noch das andere und da ich nur lausige        § 20.000 in den Taschen habe und nicht bereit bin x-Mal in meinem Leben umzuziehen, habe ich mir einfach gedacht – lasse dir einen Rohbau von der Firma „Bunny-Living“ hinstellen und bestücke diesen dann nach und nach mit Fliesen, Wandbelag usw.

Hier steht mein Schmuckstück also, außen genauso nackig wie innen ^^.

Das Einzige was die leeren Räume aus Beton halbwegs annehmbar macht, sind meine mitgebrachten Möbel, die das Zimmer zumindest etwas aufhübschen.

Aja – ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Das bin ich, Wendy Winter und ich äh, suche gerade etwas Wichtiges in meinem Ohr und lasse es dann im Obstsalat verschwinden ^^ – das kennt ihr ja sicher. Jedenfalls seht ihr im Hintergrund meine Küche, hier fehlt ebenfalls noch der Wand und Bodenbelag, aber wer braucht denn schon Fliesen, wenn ein Ofen und ein Kühlschrank viel funktionaler sind, schließlich kann ich mit Fliesen nicht kochen.

Nachdem ich meinen Obstsalat mit dem gewissen „Etwas“ genüsslich verspeist habe, kam ich natürlich nicht umhin meine neue Nachbarschaft einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Bei meiner Joggingrunde lief mir eine nette Blondine über den Weg und grüßte mich gleich recht herzlich. Die durchtrainierte Sima nennt sich Sandy und sie wohnt ebenfalls noch nicht lange hier. Sie ist verheiratet mit einem Salem, der irgendetwas in der Politik macht. Hach Politiker, diese Sims sind so eine Sache für sich – schließlich machen sie ihre eigenen Gesetze und ich muss das wissen, schließlich bin ich ja eine Hüterin des Gesetzes.

Gerade wollte ich wieder weiterlaufen, trampelt mir eine Rothaarige vor die Füße und macht einen auf entsetzt –  ihr Name ist Helen und die Dame hat nichts Besseres zu tun, als mich zu belehren, dass ich in Zukunft besser Acht geben soll wo ich hinlaufe, um zukünftig keine Sims mehr umzurennen ,.. eine Frechheit, schließlich ist SIE mir vor die Füße gehopst.

Da ich aber ein recht ausgeglichener Sim bin, habe ich meine Emotionen wieder recht schnell im Griff, vor allem da ich eine Portion frisch dampfender Ofenkartoffeln auf der Parkbank stehen sehe und naja, wenn keiner da ist, dann wird auch sicher keiner etwas dagegen haben, wenn ich mich bediene.

Meine Joggingrunde wurde etwas länger als erwartet, da ich mich total verlief. Hätte ich mein Handy mitgehabt, dann wäre ich einfach auf Simmaps gegangen, aber naja – in diesen knappen Shorts hat mein Handy nicht wirklich Platz und daher frage ich einfach, ganz altmodisch, einen Passanten wo der Weg zurück nach Newcrest geht. Die Passantin stellt sich als Flora Frühling vor und scheint ganz nett zu sein, davon abgesehen konnte sie mir sofort helfen zurück nach Hause zu finden.

Meine erste Schicht am Polizeipräsidium fängt erst am Montag an und da heute Sonntag war, hatte ich noch genügend Zeit mich etwas in der Stadt umzusehen was es so an Schnäppchen auf dem Flohmarkt gab, denn schließlich hatte ich wenig Kohle und mein Haus war so gut wie leer.

Auch wenn mein Portemonnaie mehr als schmal war, hatte ich nach dem vielen Schnäppchen jagen, einen gehörigen Hunger und gönnte mir eine exotische Speise, die wohl sehr lecker aber auch ganz schön scharf war.

Zum Glück hatte ich meine Sportsachen dabei und so trippelte ich noch etwas mit dem Basketball dahin um dann Körbe zu schießen. Das ich nicht traf sieht man wohl an diesem netten Herrn im Hintergrund, der mir knallhart zeigt, dass ich ziemlich mies in diesem Sport bin.

Meine lieben Herrschaften heute ist Montag und hey ich bin verdammt gut drauf – auch wenn ich diese doofe Missy mit ihrem Miesepeter-Gesicht wieder vor meinen Latschen habe und sie mich anscheinend ebenfalls erkannt hat.

Der Tag war ziemlich rasch vorbei und bestand Großteils aus Aktenarbeiten, daher habe ich hierzu auch nicht großartig etwas dazu zu erzählen. Danach ging ich aber zu einer Party, diese blonde Nachbarin hat mich eingeladen und dabei traf ich auch noch jede Menge andere Sims. Im Hintergrund sieht man übrigens diesen doofen Don, der mir am Vortag ganz unverblümt gesagt hat, dass ich sch** im Basketball-Spielen bin. Aja und dieser zornige Sim, ihm gegenüber, ist der Mann von Sandy – ein anscheinend sehr „besonderer“ Zeitgenosse.

Heute ist Dienstag und heute gibt’s wesentlich mehr zu erzählen, denn ich habe meinen ersten richtigen Fall zugewiesen bekommen und daher …

.. wurde ich gleich mal in die große, weite Welt geschickt um Beweise zu sammeln und Zeugen zu verhören. Doch die Zeit verging, vor lauter Suchen und Befragen, nur so wie im Fluge und daher war meine Schicht relativ schnell um.

Stellt euch vor, gerade wollte ich nach Hause fahren, da ruft dieser unsympathische Don an und entschuldigt sich für sein Verhalten, er möchte es wiedergutmachen und lädt mich zu einer geheimen Party an den Klippen ein. Hierbei treffe ich diesen heißen Typen mit der Schmalzlocke und wir tanzen als gebe es kein Morgen.

Etwas übernächtig trete ich dann meinen Dienst am Mittwochmorgen an und als ich auf Patrouille war und dann Don sah wie er eine Mülltonne mit voller Absicht um kickte, brannten bei mir die Sicherungen durch und ich schimpfte ihn, als hätte er eine alte Dame angerempelt.

Natürlich beschwerte sich Don bei meinem Chef und dieser schickte mich dann zum Boxen, ich solle meine Aggressionen am Sandsack auslassen und nicht rechtschaffende Bürger grundlos anmotzen. Was heißt da „rechtschaffend“ – schließlich hat dieser Sim randaliert und die schöne Landschaft verschmutzt.

Doch zum Glück wurde mir nichts vom Lohn abgezogen und so konnte ich mir, nach ein paar Tagen, nicht nur einen Boden und Wandanstrich leisten, sondern auch einen Teppich und diverse Dekosachen.

Hier seht ihr mein Bad, es ist wohl relativ einfach gehalten – aber mir gefällt´s.

Auch mein Schlafzimmer wurde etwas wohnlicher gestaltet und bekam nicht nur einen Bodenbelag und Anstrich, sondern auch knallige Vorhänge ^^.

Hier seht ihr mein farbenfrohes Bett – sieht es nicht wahnsinnig gemütlich aus?

Jaja meine Lieben, ich habe sogar 2 Badezimmer – was so ein Job alles ausmacht.

Aber jetzt wieder zu meinem Leben oder in diesem Fall „Nacht“leben, denn obwohl ich ziemlich geschlaucht war von der anstrengenden Arbeitswoche, wollte ich diesen Typen mit dem Zwickel bis zu den Knien und der Schmalzlocke unbedingt wiedersehen und wie es der Zufall so will, hatte er anscheinend auch Sehnsucht nach mir, denn er lud mich zum Romantikfestival ein – na, wenn das nicht eindeutig ist.

Komischerweise liefen hier echt schräge Sims herum.

Nichtsdestotrotz war die Atmosphäre aber wirklich überwältigend, die duftenden Rosenblüten am Boden, die blinkende Lichterkette und dann auch noch die sanfte Musik – hier musste man sich einfach verlieben.

Als erstes tranken wir diesen Sakura-Tee von dem hier jeder schwärmte und obwohl ich dem Gebräu am Anfang eher skeptisch gegenüber stand,..

..so ließ mich der Tee langsam aber doch lockerer werden und ich ließ es sogar zu, dass mir Schmalzlöckchen einen Kuss auf den Handrücken hauchte.

Wenig später, als wir wieder saßen und uns um Gott und die Welt unterhielten, kam eine alte Inderin vorbei und meinte, dass wir wie geschaffen füreinander sind *blablabla*, aber das sagt sie mit Sicherheit zu jedem Pärchen.

Aber da ich meinem Schicksal natürlich nicht im Weg stehen will, drückte ich Löckchen einfach mal prophylaktisch einen Schmatzer auf die Lippen. Komischerweise musste er nach dem Kuss gleich nach Hause gehen, ob ich wohl zu übereifrig war und die Sache lieber hätte langsamer angehen lassen sollen?

Nichtsdestotrotz genoss ich das Festival bis zum Schluss und traf wieder auf diesen doofen Don, der mich zu stalken scheint. Gerade als ich nichtsahnend meine chinesischen Nudeln verspeisen wollte, nahm er einfach neben mir Platz und entschuldige sich abermals für sein Verhalten. Das hätte er sich aber wirklich früher überlegen können, idealerweise BEVOR er mich bei meinem Chef anschwärzt. Ich nahm es aber gelassen, denn der Typ kann nicht ganz echt sein, wenn er in solchen Klamotten herumläuft.

So schnell vergeht eine Woche, aber wir sehen uns bald wieder, eure Wendy.

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